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Warum ich Montag für Montag freiwillig zu Pegida gehe
#1
Mal wieder was zur Auffrischung Smile :




Warum ich Montag für Montag freiwillig zu PEGIDA gehe
 
[Bild: fa1143-1507194856.jpg]
 
 
 
Ich bin ein einfacher Mann aus der Mitte der Gesellschaft.
Geboren in der DDR, habe ich eine Erziehung genossen, die geprägt war von Entbehrungen der Nachkriegszeit, aber auch von dem unbedingten Aufbauwillen und dem „nie wieder Krieg“ der Erlebnisgeneration.
In der Schule lernten wir, dass an allem der Kapitalismus und seine schlimmste Ausprägung, der Faschismus, Schuld sei.
Natürlich waren die Russen die Guten, die Briten, Amerikaner und Franzosen die Bösen – nach dem Faschismus, versteht sich.
Mein Vater war an der Front. Er hatte sich 1944 freiwillig gemeldet und kam 16jährig zur Waffen-SS, wo er mit seinen gleichaltrigen Kameraden der „HJ-Division Böhmen und Mähren“ zugeteilt wurde und den Rückzug der Wehrmacht an der Ostfront zu decken hatte. Der größte Teil seiner Kameraden fiel. 16jährige Kinder!
Nun sollte man nicht denken, dass die Freiwilligen in den Krieg zogen, weil sie gerne kämpften und töteten. Fast alle hatten durch Betroffene aus den Ostgebieten erfahren, was ihnen und ihren Familien blühte, wenn der Russe bis nach Deutschland vordringen würde. Mein Vater erzählte mir immer wieder, wie stolz er war, das Seinige tun zu können, um seine Mutter und seine Schwestern beschützen zu helfen.
Was er alles Furchtbares erleben musste in Krieg und amerikanischer Gefangenschaft, erfuhr ich erst nach seinem Tode aus seinen Niederschriften.
Meine Mutter verlor mit 12 Jahren ihren Vater in Stalingrad.
Von allen, die aktiv an der Front waren hörte ich im Gegensatz zum Schulwissen, dass der Krieg von allen großen Mächten gewollt war und dass Hitler nur so blöd war, in die diplomatischen Fallen zu tappen. Das deckt sich mit meinem heutigen Wissen – es gab nicht einen Unschuldigen.
 
Aber wir mussten mit dem Resultat dieses ganzen Schwachsinnes zurecht kommen und so krempelten alle die Ärmel hoch und bauten das geschundene Land wieder auf.
Gleiches taten die Westdeutschen, die den Vorteil hatten, dass es erklärtes Ziel des westlichen Bündnisses war, dem Osten vorzumachen, wie schwach der Sozialismus war.
Schon damals war die DDR der Leistungsträger im Ostblock, so dass wir mit unserer Wirtschaftsleistung die weniger tüchtigen Länder unterstützen mussten.
Fehlende Arbeitskräfte wurden im Ausland rekrutiert. Allerdings auf sozialistische Weise, indem aus Entwicklungsländern junge Menschen herkamen, die ausgebildet wurden, hier ein paar Jahre diese Ausbildung abarbeiten mussten und wieder zurückgeschickt wurden, um in ihren Ländern die Strukturen aufbauen zu helfen.
Als dann die so genannte Wende kam, kenne ich persönlich keinen, der mit der Wiedervereinigung oder der DM liebäugelte.
Wir gingen 1989 auf die Straße, weil wir eine bessere DDR haben wollten mit Reisefreiheit, demokratischen Wahlen, betriebliche Selbstverwaltung der Gewinne statt Zentralismus, etc.
Natürlich freuten wir uns, als plötzlich die Mauer fiel und wir in den Genuss der DM kamen. Aber noch einmal: es war nicht das ursprüngliche Ziel.
 
Nun hatten wir wieder die Ärmel hochzukrempeln. Eine komplett neue Gesellschaftsordnung zu „erlernen“, die Spielregeln der Marktwirtschaft zu begreifen, die sozialistischen Wohnruinen nach westlichen Standards umzubauen und vieles mehr, verlangte von den in „sozialistischer Geborgenheit“ aufgewachsenen Menschen alles ab.
Aber wir schafften auch das und „die blühenden Landschaften“ kamen zwar nicht von heute auf morgen, aber ich sehe sie inzwischen allenthalben.
Bei vielen machte sich sogar ein kleiner Wohlstand breit, zumindest gemessen an den DDR-Verhältnissen. Es war und ist nicht mit den Altbundesländern zu vergleichen, doch ich pflege ohnehin nur Maßstäbe anzulegen, die in meinem näheren Umfeld herrschen. Auch habe ich immer gesagt, dass wir froh sein sollten, dass hier der Lebensstandard niedriger ist. Solange kommen keine Ausländer zu uns, weil die ein Gespür haben, wo das Geld winkt.
Lange war das auch so.
 
Bis dann die neuen westlichen Freunde anfingen, die erdölhaltigen Länder zu destabilisieren und eine ständig wachsende Völkerwanderung zu erzeugen.
Von diesem Moment an beschäftigte ich mich mit dem Islam, las den Koran und war ständiger Leser bei PI-news.net, wo ich lernte, dass es wieder so weit war: die Westmächte erschufen einen neuen Faschismus, den radikalen Islam.
Nicht, dass ich nicht weiß, dass es nur den einen Islam gibt, aber erst durch den Krieg im Herzen des Islam wuchs der Hass auf die Zerstörer.
Nun kamen die Menschen in immer größerer Zahl. Erst die wirklichen Flüchtlinge, dann, in ihrem Schlepptau, die kampffähigen Krieger, die zusätzlich die Gefahr in sich bergen, dass sie in Konkurrenz zu den ca. 5,5 Millionen Männern stehen, die für die Familienplanung in unserem Lande von Bedeutung sind. Bei ohnehin schon grassierenden Frauenmangel.
 
Und unsere laut Amtseid für uns verantwortliche Regierung zeigte sich auf einmal gar nicht krisensicher. Im Gegenteil! Wir wurden dazu ermutigt, dieser Invasion freudig entgegenzujubeln!
Hätten die vielen jungen Männer Waffen, die sie zum Teil in ihrer Heimat frühzeitig zu beherrschen lernten, wäre vermutlich der Verteidigungsfall ausgerufen worden. Aber so?
Wir sollten uns freuen und selbst als ein Schiff vor Griechenland und im Norden Deutschlands ein Container voller Waffen entdeckt wurden, ging den Herrschenden kein Licht auf.
 
Und auf einmal bekam ich wirklich Angst.
Ich malte mir aus, wie das wohl weitergehe.
Was, wenn genügend dieser kampffähigen Männer hier sind?
Was, wenn sie über ihre modernen Smartphones von ihrem Obermufti das Stichwort bekommen und losschlagen?
Millionen junger Männer gegen ein auf 180.000 Mann/Frau abgespecktes Freiwilligenheer mit zum Teil übergewichtigen und bei Stress traumatisierten Soldatendarstellern?
Was, wenn diese jungen Männer eine Polizeistation stürmen und ein, zwei Polizisten den Hals durchschneiden – rennen dann die anderen nicht wie die Hasen?
 
Aus dem Koran habe ich gelernt, dass die „Gläubigen“ keinerlei Skrupel haben, Ungläubige zu meucheln. Sie empfinden es sogar als ihre Pflicht und großer Lohn winkt ihnen im Jenseits, wenn sie den Islam mit Feuer und Schwert verbreiten.
 
Das alles, die Unfähigkeit unserer Politiker und die Masseninvasion skrupelloser Muslime trieben mich eines Montags zum 4. Abendspaziergang von PEGIDA, von deren Existenz ich zufällig bei PI-news.net erfuhr.
Hier fand ich auf einmal viele Menschen, die die gleichen Ängste hatten, wie ich. Ich war nicht mehr allein und fasste neue Hoffnung.
 
Heute, wo sich meine Ängste potenziert haben, habe ich wegen PEGIDA trotzdem noch die Hoffnung, dass wir vielleicht doch noch eine Kehrtwende schaffen.
Dabei sind es nicht nur die Treffen und Gespräche montags. Nein, alle, bis auf wenige Ausnahmen, denen ich meine Teilnahme an den Spaziergängen gestehe, sagen mir, dass sie ebenso denken. Dass auf jeden, der montags Gesicht zeigt, mindestens 100 Gleichgesinnte kommen, die sich noch nicht aus der Deckung wagen.
 
Wie letztlich die Lösung aussehen kann, darüber bin auch ich allerdings noch zwiespältig.
Einerseits hoffe ich auf eine demokratische Lösung mit Wahlen. Mein anderes, rationaleres, ich sagt jedoch, dass da wohl eher die Nachbarstaaten im Osten helfen müssen und wenn ich ganz gut drauf bin sage ich auch manchmal im Scherz, dass ja schließlich die Benes-Dekrete noch gültig sind.
Wer weiß, wozu?
 
Jedenfalls bin ich stolz, Montag für Montag Teil der Patrioten zu sein, die Gesicht zeigen und irgendwie denke ich dabei auch an die Verantwortung, die mein Vater als 16jähriger bereits für seine Nächsten empfand.
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#2
Leider gibt es hier (Bremen) so etwas nicht. Es gab mal einen Versuch - ich war dabei. Wegen MASSIVSTER Gewaltandrohungen der Antifanten wurde der Spaziergang abgesagt.
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#3
Als Kind des Westens bin ich anders erzogen worden. Schon in meiner Jugend hat es Versuche politischer Indoktrination gegeben, die sich erst heute so richtig auswirken. Aber auch als Nordrhein-Westfale, einem der schlimmsten Bundesländer, in dem ich meine ersten 25 Lebensjahre verbracht habe, machte ich mir immer meine eigenen Gedanken und suchte nach Fakten.

Über das, was Du im ersten Teil deines Artikels schreibst, können wir diskutieren. Allein aus unserer Prägung und Erziehung dürfte das zuweilen kontrovers ablaufen. Am Ende stimmen wir dennoch in 99 % überein, denn wir sind Deutsche mit deutschem Denken. Diese nationale Einheit, Deutscher zu sein und deutsch zu denken und handeln, ließ sich nicht in ein paar Jahrzehnten der Spaltung völlig austreiben.

Franzosen denken französisch, Italiener italienisch usw. Wir alle, wir West- und Mitteleuropäer sind von der gleichen Kultur geprägt. Das geht auf Jahrtausende währende Entwicklungen zurück. Dennoch hat jeder seine eigene regionale, nationale Art entwickelt.
Und wir sind eben Deutsche, egal, ob Ossi oder Wessie.

Auch wir (Manu und ich) sind durch PI auf Pegida gestoßen. Auch wir waren bei der vierten Pegida zum ersten mal dabei. Dich, lieber Uwe, haben wir erst bei der siebten Pegida gefunden mit Deinem kleinen PI-Schildchen. Solange wir in Deutschland waren, sind wir seit der vierten Pegida jeden Montag 260 Km mit dem Auto gefahren, um aus genau den gleichen Beweggründen wie Deinen, dabei zu sein. Wir sind eben Deutsche mit deutschem Denken.
Wir waren auch mehrfach in Leipzig und Chemnitz, wenn es sich nicht mit Dresden überschnitt.

Und das, weil wir deutsch denken und uns nicht dafür schämen, wie wir es tun sollten, wollten wir uns nach dem Mainstream richten.
Deutsch zu denken ist keine Schande !
Genauso wenig ist es eine Schande für einen Franzosen, französisch zu denken.

Das, was unsere Welt komfortabel, selbst für das Volk lebenswert gemacht hat, steht fest verbunden mit vielen deutschen Namen. Unter allen Erfindern und Wissenschaftlern aus allen Epochen findet man viele europäische und amerikanische Namen. Am häufigsten aber trifft man auf deutsche Namen. Ist das Zufall ?

Selbst heute noch, unter amerikanischen Wissenschaftlern, trifft man außergewöhnlich oft auf deutsche oder deutschstämmige Namen, also auf Menschen, deren Vorfahren vor ca. 150 Jahren aus wirtschaftlichen Gründen und Pioniergeist nach Amerika ausgewandert sind und Leistung, Qual und widrigste Umstände inkauf genommen haben, um etwas zu schaffen.

Das ist deutsches Denken.

Dafür sollen wir uns schämen ?

Niemals !  

Deshalb haben Manu und ich viel Geld und Zeit geopfert und waren bei jeder Pegida Dresden dabei, bei vielen Pegiden Chemnitz und einigen Legiden in Leipzig (von ein paar Krankheitsausfällen mal abgesehen).

Wenn wir immer noch in Ossie und Wessie unterscheiden, dann vor allem deshalb, weil wir im Osten wie im Westen von Kindertagen an unter verschiedenen Systemen der Propaganda unterlagen und unterschiedlich aufbereitete Nachrichten vorgesetzt bekamen.
Das hat uns trotz Einigung nachhaltig gespalten.

Trotzdem dürfen wir nicht vergessen: wir sind Deutsche und denken deutsch !
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#4
Respekt...

Ich habe noch nie ein Problem mit Ossis gehabt!
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