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Redaktionsgebäude der "taz" in Berlin attackiert
#1
Grab errichtet und offenbar Mitarbeiterin bedrängt
Redaktionsgebäude der "taz" in Berlin attackiert

[Bild: size=708x398.jpg]

Das Gebäude der "taz" ist am Morgen von Unbekannten attackiert worden. Sie brachten Plakate an, errichteten eine Art Grabhügel und bedrängten offenbar eine Mitarbeiterin. Die "Identitäre Bewegung" bekannte sich zu einer bundesweiten Plakataktion.

Das Redaktionsgebäude der "Tageszeitung" (taz) in der Berliner Friedrichstraße ist von Unbekannten angegriffen worden. "Es sollen sechs bis sieben Personen gewesen sein", bestätigte Polizeisprecherin Valeska Jakubowski rbb|24 am Montagmorgen. Es seien Plakate angebracht, Flugblätter verteilt und zudem eine Art Grabhügel aus Steinen samt einer roten Fahne errichtet worden. Außerdem soll eine Mitarbeiterin der Zeitung angegriffen worden sein.  

"Identitäre Bewegung" bekennt sich zu bundesweiter Aktion
Auf Twitter bekannte sich die rechtsextreme "Identitäre Bewegung" zumindest zu den Plakaten, sie seien Teil einer "bundesweiten Aktion". Betroffen seien unter anderem die SPD-Bundeszentrale im Willy-Brandt-Haus und das ARD-Hauptstadtstudio. Auch vor der Bundeszentrale der Grünen in Berlin sind einer Mitarbeiterin zufolge am Montagmorgen rot verschmierte Steine abgelegt worden. Die Plakate zeigen ein Bild des verletzten AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz.

Wie die "Frankfurter Rundschau" über Twitter mitteilte, seien in Frankfurt am Main am Morgen Personen festgenommen worden, die Plakate an ein Bürogebäude kleben wollten, in dem auch die "FR" ihre Redaktionsräume hat. Sie seien jedoch von der Polizei gefasst worden. Die "Identitäre Bewegung" wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

In Deutschland trat die "Identitäre Bewegung" erstmals 2012 in Erscheinung. In erster Linie nutzt sie das Internet als Plattform: per Facebook, Webvideos, Blogs etc. Aber auch auf der Straße - mit Flashmobs, Transparenten oder Beteiligung an rechten Demos - agiert die Bewegung.

Die Berliner Polizei meldete, dass kurz nach der Aktion bei der "taz" auch in der Wilhelmstraße vor einem Parteigebäude Unbekannte Plakate geklebt hätten. Der Staatschutz ermittle wegen des Angriffs auf die "taz" wegen Hausfriedensbruch. Zudem werde zusätzlich wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt, so die Polizeisprecherin weiter.

Die "taz" war erst im vergangenen Herbst in das neu gebaute Redaktionsgebäude in der Friedrichstraße umgezogen. 

Am Wochenende gab es Farbschmierereien in Kreuzberg
Am Samstag hatten Unbekannte das Verlagsgebäude des Satire-Magazins "Titanic" und das Büro der politischen Gruppierung "Die Partei" in Berlin-Kreuzberg mit Farbe beschmiert. Sicherheitsmitarbeiter entdeckten am Samstagmorgen verschiedene Wörter und Buchstabenkürzel an der Fassade in der Kopischstraße.

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/201...egung.html
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#2
Zitat:TremorBerlinMontag, 14.01.2019 | 11:49 Uhr

Bitte auf dem Teppich bleiben: Worin konkret bestand der "Angriff" auf dieses Gebäude?

Darin, dass jemand davor Plakate angebracht, Flugblätter verteilt und eine Mitarbeiterin mal angegriffen, mal bedrängt haben soll (was ja wohl schlimmstenfalls ein Angriff auf besagte Mitarbeiterin und nicht auf das Gebäude ansich wäre)?

Oder gar im Errichten eines Grabhügels?

Seltsam: Wenn beispielsweise Umweltschützer irgendwas ausschütten oder hinstellen, bezeichnet das niemand als Angriff.
Ich rate zur Sachlichkeit - wohl die wichtigste journalistische Tugend.

Zitat:Robert R.BerlinMontag, 14.01.2019 | 11:36 Uhr

"Angegriffen"? Ist das ernst gemeint? Wenn Greenpeace irgendwo Müll hinschüttet und Plakate anbringt, wird das "Protestaktion" genannt. Selbst wenn es zu Rangeleien kommt. Wenn es Rechte tun, ist es ein Angriff?

Das erinnert mich an das DDR-Schulbuch "Geschichte". Beim Thema 17. Juni 1953 stand dort unter dem Foto vom Alexanderplatz: "Faschistische Provakateure greifen das Centrum Warenhaus an". Nun sind die Identitären tatsächlich unsympathische Zeitgenossen. Aber dennoch muss die Berichterstattung neutral und korrekt sein. Aus einem Protest einen Angriff zu machen, ist unseriös!

Zitat:Müllerzweierlei MaßMontag, 14.01.2019 | 11:24 Uhr

"Angriff"? Lächerlich. Wenn Plakatekleben ein "Angriff" war, dann sind die Aktionen von Greenpeace auch allesamt "Angriffe". Komisch, daß die aber nie als "Angriff" bezeichnet werden, sondern immer nur als Aktionen von Aktivisten.

Und der Bombenanschlag von Döbeln und der Überfall auf Magnitz waren dann sicher nur Mißbilligungen, nicht wahr?
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